Reich der Abzocke

Abzocke

Nach einem viel zu langen und erbärmlich kalten Winter, hält endlich der Frühling Einzug. Aufgrund der Grenznähe bietet sich ein Ausflug in das benachbarte Österreich an. Die Österreicher sind ein lustiges Volk, manchmal etwas drollig, dafür aber meist gesellig. Je nach Landesteil kann der vorherrschende Dialekt schon mal an eine ausgewachsene Kehlkopfentzündung erinnern. Der treibende Wirtschaftsmotor dieses schönen und bergreichen Landes ist der Tourismus. In den Hütten, Lokalen und Hotels wird die Gastfreundschaft daher großgeschrieben. Weniger freundlich allerdings treten die Gesetzeshüter unseres Nachbarlandes in Erscheinung. Deren Spezialität ist einzig die Wegelagerei und Abzocke von Durchreisenden. Da die Wirtschaft jenseits des Tourismus doch eher unterentwickelt zu sein scheint, ist dies die wohl wichtigste Einnahmequelle für den Staatsapparat.

Abzocke
Die Reiserouten sind gespickt mit Radarfallen.

Hierzu bedient man sich eines ausgefeilten Repertoires, welches an Perfidie nur schwer zu überbieten ist. Sinnwidrige Geschwindigkeitsbegrenzungen soweit das Auge reicht, die Verbindungsrouten gespickt mit gut getarnter Überwachungstechnik. Auf einer, über Kilometer hinweg gut einsehbaren, kerzengeraden Strecke, schälen sich vor dem arglosen Ausflügler plötzlich 70er-Tempolimits mit direkt dahinter lauernder Radarfalle aus dem Nichts. Deren einziger Zweck ist die exzessive und unbegründete Abzocke. Ebenfalls beliebt sind abschüssige Strecken, an denen man das Fahrzeug effizienterweise mit der Motorbremse rollen lässt. Innerhalb einer völlig unnützen 60er-Beschränkung bergab, ist die Wahrscheinlichkeit einer trivialen Übertretung natürlich relativ hoch.

Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit der Republik Österreich

Eh man sich versieht, wird man von einem spasmisch gestikulierenden Staatsdiener mit Laserpistole herausgewunken und in selbstüberschätzender Wichtigkeit auf sein vermeintliches Fehlverhalten hingewiesen. Für den Fall, dass der hochintelligente Beamte sein Messgerät vergessen hat, wird einfach nach Gutdünken geschätzt. Dieses sogenannte „Schätzen“ ist der absolute Gipfel der Willkür und disqualifiziert die Republik Österreich unweigerlich als Rechtsstaat. Während man selbst auf deutschen Autobahnen gerne die Sau rauslässt, nimmt man es im eigenen Land mit der Ordnung doch plötzlich ganz genau. Eine vernünftige Konversation mit den uniformierten Trollen aus Mittelerde ist nicht möglich, da sich in deren Köpfen anstelle von Gehirnen, lediglich aufgeweichte Semmeln zu befinden scheinen.

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Radarfallen findet man in Österreich an den irrwitzigsten Stellen.

Diese Vermutung liefert zugleich einen plausiblen Erklärungsversuch für deren unterentwickelte kognitive Fähigkeiten, sowie die vollständig fehlende Sozialkompetenz. Der dumme Ausländer wird mit stoischer Ruhe unterschwellig angewiesen, das Mundwerk zu halten und die Geldbörse zu öffnen. Dass die werten Beamten Teil eines Staates sind, dessen Existenz sich auf die vollkommene Abhängigkeit einströmender Ausländer stützt, übersteigt selbsterklärend den beschränkten Horizont dieser dümmlichen Nepper. Würde alleine Deutschland die Alpenrepublik nur für einen Monat boykottieren, wäre die nächste Staatspleite vorprogrammiert. Aber alles Lamentieren hilft nichts, denn hat der machtbeseelte Scherge sein Schätzurteil erst gesprochen, ist dies Gesetz. Auf zehn Kilometern Strecke kann es schon einmal vorkommen, dass man an sonnigen Tagen drei verschiedene Radarfallen passiert.

Wegelagerei und Abzocke dienen als probate Einnahmequelle

Personalaufwand scheut man für dieses systematisch unkorrekte Unterfangen evidenterweise nicht. Vermutlich waren 99,9 % der zur Abzocke eingesetzten Gendarmen noch nie an der Aufklärung eines ernsthaften Verbrechens beteiligt. Stattdessen stehen sie lieber wie Strauchdiebe lungernd an Straßenrändern und verrichten ihre verbale Notdurft in die, zu recht verständnislosen Gesichter ungewappneter Durchreisender. Die einzige Waffe, die diese Bauernfänger zu bedienen vermögen, ist, abgesehen von der Mistgabel, die Laserpistole. Auch dass der Begriff Gendarm dem Wort Enddarm ähnelt, scheint doch irgendwie verdächtig. Als effektivstes Gegenmittel wäre anzusehen, sich dem Schwachsinn zu fügen und keine der schikanösen Geschwindigkeitsbegrenzungen mehr zu übertreten. Damit würde man diesen Parasiten innerhalb von kürzester Zeit die Existenzberechtigung entziehen und dabei noch nicht einmal gegen das Gesetz verstoßen.

Da unsere Nachbarn ihre geografische und juristische Lage so schamlos ausnutzen, wird es Zeit, zum Gegenschlag auszuholen. Ich finde unsere Freunde können etwas Hilfe gebrauchen im Hinblick auf kreativere Methoden der Einkommensschöpfung. Hiermit rufe ich zum passiven Widerstand durch strikte Einhaltung der Verkehrsregeln in Österreich auf. Ein Monat sollte als Warnschuss vorerst genügen, um diesen Wegelagerern zu zeigen, wer die Macht hat. Dem Habsburger Reich müssen rigoros die Einnahmen entzogen werden, um den untragbaren archaischen Abzocksumpf auszutrocknen.

Boykott der systematischen Abzocke (unbegrenzt verlängert)

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