Apple als Autobauer

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Beim Stöbern im Internet stieß ich kürzlich auf einen Artikel aus dem Jahre 2016. Neben einigen Science-Fiction-Spekulationen wirft der Autor dort unter anderem die Frage auf, ob die zukünftigen Autohersteller nun Google oder Apple heißen könnten. Die Assoziation zu Google ist klar und nachvollziehbar, da ja seit einigen Jahren schon die hässlichen Google-Eier auf amerikanischen Straßen herumgurken und gelegentlich auch mal einen Unfall produzieren. Natürlich ganz im Sinne der Forschung. Fragwürdig bleibt die diesbezügliche Ableitung zu Apple, denn diese Vorstellung ist doch ein wenig beängstigend. Nicht, dass ich es ihnen nicht zutraue. Sicher würden sich sofort zahlreiche gehirngewaschene Konsum-Schafe finden, die auch diesen fahrbaren Schrott kaufen. Diese hätten dann jedoch voraussichtlich mit einigen Problemen zu kämpfen, denen ich mich heute widmen möchte.

Im Apple-Auto würde ein verchromter, jedoch völlig unterdimensionierter V4-Motor eingebaut, den der Hersteller seinen Kunden als neueste Innovation verkauft. Dass die Bauart des V4-Motors völlig sinnbefreit ist, spielt natürlich keine Rolle, Hauptsache kein anderer verbaut ihn. Alternativ wäre stattdessen auch ein 2,5-Zylinder X-Motor, gekoppelt an einen Elektromotor vorstellbar. Der Einstiegspreis für das Fahrzeug würde etwa 200.000 Euro betragen. Gegen weitere 150.000 Euro Aufpreis könnte der Kunde einen Kofferraum dazu bestellen. Nach etwa 50.000 Kilometern würde der Motor bereits spürbar an Leistung verlieren.

Es gäbe kein Lenkrad im Fahrzeug, da man dieses aus Designgründen wegrationalisiert hätte. Lenken wäre nur per Spracheingabe möglich.

Das Autoradio hätte keinerlei Anschlüsse und der Betrieb wäre nur mit Spezialadaptern möglich, die natürlich nicht im Lieferumfang enthalten sind und von denen jeder ein Vermögen kostet.

Tanken wäre ausschließlich an speziellen Apple-Tankstellen möglich. Der Kraftstoff wäre minderwertig, würde dafür aber das Sechsfache kosten. Etwaiges Zubehör wäre im Vergleich zu normalen Tankstellen etwa 80 % teurer.

Um den Tankdeckel zu öffnen, müsste man 148 Schrauben lösen, für die man einen Spezialschlüssel benötigt. Dieser wäre nicht im Lieferumfang enthalten.

Apple würde alle anderen Autohersteller verklagen, weil deren Autos auch eine Frontscheibe und vier Räder haben. Dieses spezielle Design würde man natürlich für sich beanspruchen wollen.

Müsste man mit dem Fahrzeug in die Werkstatt, dann hätte man ein Problem, wenn dieses älter als zwei Jahre ist. Es gäbe keine Ersatzteile und keinerlei Support mehr. Mitleidig würden einem die Mechaniker erklären, dass mit so einer alten Kiste doch ohnehin niemand mehr herumfahren wolle und zum Neukauf raten.

Im Falle einer Reifenpanne hätte der Fahrer ebenfalls ein Problem. Die Felge und der Reifen wären als untrennbares Teil vergossen und man müsste zudem gleich die ganze Achse austauschen. Hierfür wäre allerdings extrem teures Spezialwerkzeug nötig. Nachdem Austausch bestünde zudem eine 50 prozentige Wahrscheinlichkeit, dass das ABS nicht mehr funktioniert. Machen könnte man in diesem Fall allerdings nichts und der Kunde müsste einfach damit leben.

Apple würde seinen Kunden in regelmäßigen Zeitabständen Updates der Motorsoftware aufzwingen. Im Falle eines dadurch entstehenden Motorschadens würde der Kunde auf den Kosten sitzen bleiben. Den Motor auszutauschen wäre allerdings nicht ohne Weiteres möglich, da dieser fest mit tragenden Karosserieteilen verschweißt ist.

Man würde den Kunden nötigen, permanent neue Sicherheitstechnik an seinem Fahrzeug nachzurüsten. Im Laufe der Zeit würde sich dadurch das Fahrzeuggewicht verdoppeln und der ohnehin horrende Spritverbrauch würde in exorbitante Höhen katapultiert.

Bei einem kleinen Steinschlag würde sofort die gesamte Frontscheibe zersplittern. Diese könnte man allerdings für günstige 70.000 Euro austauschen lassen. Dazu müsste der Wagen lediglich zu Apples Headquarter geschifft werden und die Wartezeit für die Reparatur betrüge in etwa 6 Monate.

Falls die Fahrertür einmal getauscht werden müsste, würde hinterher der zum Öffnen notwendige Fingerabdruck-Sensor nicht mehr funktionieren. Man könnte das Auto dann eben einfach nicht mehr abschließen.

Es könnte passieren, dass das Apple-Auto während des Fahrens einfach explodiert und vollständig ausbrennt. Den Hinterbliebenen der Insassen würde der Hersteller dann Schweigegeld bezahlen.

Zu vermuten bleibt, dass die Realität noch weitaus schlimmer wäre, als die angeführten Beispiele dies verdeutlichen können. Der Wahnwitz der Geschäftsstrategie des „wertvollsten Unternehmens der Welt“ kennt bekanntlich keine Grenzen. Deshalb würde ich auch lieber den Rest meines Lebens zu Fuß gehen, als ein Fahrzeug aus dem Hause Apple zu nutzen. Nichtsdestotrotz wäre das Apple-Auto innerhalb von kürzester Zeit ausverkauft. Dumme, die zu viel Geld haben, sterben ja doch nie aus.

Das Apple-Auto

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