Das wahre Gesicht der CSU

CSU

Das schwarze Krebsgeschwür bayerischer Provinzpolitik, macht wieder einmal groß von sich reden. Wie ein abgehalfterter Gaul, dessen Schwanz jemand mit einer Sauerstofflanze entzündet hat, tritt die CSU panisch und laut wiehernd um sich. Langsam scheint Seehofer, Söder, Dobrindt & Co. zu dämmern, dass ihnen aufgrund ihrer jüngsten politischen Verfehlungen die Wählerschaft abspenstig werden könnte. Die Felle treiben davon und die absolute Mehrheit im Staate scheint gefährdet. Im Strudel der eigenen Dummheit zu ertrinken drohend, versucht man nun, sich keuchend und strampelnd an das rechte Ufer zu retten. So schnell ersäuft ein CSU-Repräsentant trotz Betonschädel allerdings nicht, denn Fett und Hohlräume verleihen bekanntlich Auftrieb.

Nachdem man das eigene Volk und seine Grundrechte ausgiebig mit Stiefeltritten malträtiert hat und dessen Protest mit einem Höchstmaß an achtloser Arroganz ignorierte, von Einsicht keine Spur. Um den sich anbahnenden Stimmenverlust bei der Landtagswahl zu kompensieren, ergeht man sich stattdessen öffentlichkeitswirksam stammelnd, in stumpfer braun-versiffter Polemik. Im Angesicht des drohenden Untergangs beginnt die angeblich doch so bürgerliche CSU ihr wahres Gesicht zu zeigen. Schon Franz Josef Strauß konstatierte einst, dass es rechts von der CSU nichts geben dürfe. Allerdings gab es zu Zeiten von Strauß auch noch keine AfD als ernst zu nehmende Konkurrenz.

So holt man nun zur Schadensbegrenzung aus, setzt die Segel und hisst die schwarze Totenkopf-Flagge, um in den tiefbraunen Gewässern nach den Resten der ungebildeten Meute zu fischen. Wer in der heutigen Zeit noch CSU wählt, der entscheidet sich gegen ein weltoffenes und tolerantes Bayern. Stattdessen wählt er ewiggestrigen und europafeindlichen Lokalpatriotismus, Kleinstaaterei, Ausgrenzung, Amigo-Wirtschaft, Diskriminierung und Unterdrückung. Ungehemmt bedient man sich bei der CSU des altbewährten Prinzips des christlich-rechtschaffenen Fackelmobs, der schreiend, die Mistgabel schwingend und zündelnd durch die Dörfer zieht.

Die jüngsten Reden der CSU-Führung muten mehr und mehr wie jene an, die einst mit fanatisch leuchtenden Augen im trüben Licht von deutschen Ratskellern vorgetragen wurden. Mit dem Unterschied, dass das Charisma und die Rhetorik eines Dobrindts lediglich an einen hilflosen Sonderschüler zu erinnern vermögen, der mit schwitzigen Händen ein mühevoll auswendig gelerntes Gedicht zum Besten geben muss. Christlich ist an diesem politischen Gnadenhof für identitär verblendete Eiferer schon lange nichts mehr und sozial ist man dort höchstens zu seinesgleichen, in dem man mit primitivsten Mitteln versucht, sich die eigenen Pfründe zu sichern.

Es wird allerhöchste Zeit, bei der kommenden Landtagswahl endlich ein Zeichen zu setzen, bevor die metastierenden schwarzen Zellen das Blut der freiheitlich-demokratischen Grundordnung endgültig vergiften.

Die politische Zukunft in Bayern

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