Unterhaltsverweigerer am Pranger

Unterhaltsverweigerer

Die politische Führungsriege in Deutschland wartet mit dem nächsten Geistesblitz auf. Diesmal stehen die sogenannten Unterhaltsverweigerer im Stiefelkreis der allseits beliebten Volksvertreter. Wer den Unterhalt für seinen Nachwuchs nicht bezahlt, der soll künftig mit dem Entzug des Führerscheins bestraft werden. Der Vorstoß kommt von der zukünftigen Kleinstpartei SPD, genauer gesagt von der Familienministerin Manuela Schwesig. Mit der undifferenzierten Aussage „wer das Geld für sein Auto hat in Deutschland, der muss auch das Geld für sein Kind haben“, disqualifiziert sich diese auch gleich selbst. Das ist nichts weiter als primitivster Sozialpopulismus in Reinform. Mit dieser überaus eklatanten Pauschalierung offenbart Schwesig zudem auf peinliche Weise ihre naive und kenntnisfreie Weltanschauung. Die Vorstellung, dass ein Auto in der Regel weit weniger kostet als ein Kind, fällt natürlich schwer, wenn man sich selbst fernab der Realität, mit der neuesten Mercedes Benz S-Klasse in den Bundestag chauffieren lässt.

Weiter richtet sich der Gesetzesentwurf nur gegen das Phänomen der angeblichen Unterhaltsverweigerer, lässt dessen Ursachen jedoch völlig außer Acht. Um diese zu beleuchten, müsste man sich erst einmal damit beschäftigen, aus welchen Gründen die betroffenen Menschen keinen Unterhalt bezahlen wollen oder können. Alleine die Verwendung des Begriffs „Unterhaltsverweigerer“ ist bereits als diskriminierend einzustufen, da sie impliziert, dass sämtliche Betroffenen die Unterhaltszahlung willentlich nicht leisten. Der Großteil weigert sich jedoch nicht aus Böswilligkeit, Geiz oder Spaß, sondern weil ihm durch das von Ungerechtigkeit durchsetzte deutsche Unterhalts- und Familienrecht schlicht und ergreifend die Existenzgrundlage entzogen wird. Die erdachte disziplinarische Maßnahme richtet sich vor allem gegen Männer, da die Kinder nach der Trennung meist bei der Frau verbleiben. Gegen weibliche Unterhaltsverweigerer hingegen, wird in der Praxis so gut wie nie vorgegangen.

Diese Tatsache muss in der ganzen Emanzipations-, Gleichberechtigungs- und Genderdebatte wohl untergegangen sein. Ein Elternteil, der von seinen Kindern getrennt lebt, soll natürlich hälftig für dessen Versorgung aufkommen. Das reicht vor allem den Frauen jedoch meist nicht. Sie wollen nämlich nicht nur ihre lieben Kinderlein versorgt wissen, sondern möglichst auch selbst in Saus und Braus leben, ohne dafür malochen zu müssen. Deshalb wird der verflossene Kindsvater mit allen erdenklichen Mitteln diskreditiert und es wird gedroht, gelogen, genötigt und erpresst, was das Zeug hält. Die Berechnungen darüber, was ein Kind im Monat angeblich an Geld benötigt, finden in den meisten Fällen jenseits von gesunder Geisteskraft statt. Einen Nachweis hierüber, hat die Frau nicht zu erbringen und eingefordert werden kann dieser auch nicht. Dem Mann hingegen können, jeglicher Evidenz entbehrend, beliebig fiktive Einkommen angerechnet werden. Sich dagegen zu wehren, ist aussichtslos.

Unterhaltsverweigerer
Dieses Bild könnte in Deutschland bald zum Alltag gehören: entsorgte Pudel ohne Führerschein.

Einmal festgesetzt, ist das Urteil in Stein gemeißelt, so vernichtend es auch sein möge. Es wird suggeriert, dass es ja nur um das Wohl der Kinder gehe, in Wahrheit werden diese jedoch knallhart als Druckmittel eingesetzt, um maximalen Profit aus der Situation des Ex-Partners zu schlagen. Der deutsche „Rechtsstaat“ unterstützt die Frauen dabei wo er nur kann und macht sich selbst somit zum Haupttäter bei der Verursachung von Unterhaltsprellerei. Denn welcher Mensch, der nur halbwegs bei Verstand ist, will sich beruflich noch den Arsch aufreißen um eine Menge Geld zu erwirtschaften, wenn ihm am Ende selbst nichts bleibt, abgesehen von einem Auskommen auf Hartz-IV-Niveau? Diebstahl, Enteignung und Erpressung werden hier kurzerhand staatlich legitimiert. Als Maßgabe dient die sogenannte Düsseldorfer Tabelle, nach welcher die Jugendämter stumpf aburteilen, ohne der tatsächlichen Situation des Unterhaltspflichtigen auch nur die geringste Bedeutung beizumessen.

Gegen die anschließend versendeten Schreiben mutet ein Brief von Moskau-Inkasso, persönlich überreicht durch zwei grobschlächtige usbekische Hünen im Nadelstreifenanzug, geradezu harmlos an. Dass die Düsseldorfer Tabelle nur als Richtwert dienen soll und der jeweilige Einzelfall mit einer objektiven Prüfung gewürdigt werden müsste, spielt im Belastungseifer des tristen und voreingenommenen deutschen Betonschädel-Beamtentums keine Rolle. Auch die Frage, wie jemand ohne Führerschein seinen weiter entfernt liegenden Arbeitsplatz erreichen soll, wird völlig außer Acht gelassen. Dann muss sich der Geschädigte künftig eben überteuerte Zugtickets bei der Bahn kaufen, oder in die Nähe seines Arbeitsplatzes ziehen, was meist mit weit höheren Wohnkosten verbunden ist. Im Endergebnis wird der Betroffene keinen Cent mehr in der Tasche haben und noch immer keinen Unterhalt bezahlen können. Hier wird bereits deutlich, an welcher pathologischen Unterbelichtung man leiden muss, um eine derart gemütskranke Idee überhaupt auszubrüten.

In Wahrheit geht es hier nur darum, sich auf Kosten anderer stümperhaft zu profilieren und die überaus fragwürdige Existenz derlei politischer Ämter zu rechtfertigen. Dafür vom Sockel der Autokratie herab auf Menschen ohne finanzielle Mittel und Lobby einzutreten, bietet eine scheinbar einfache Lösung, die eigene soziale und fachliche Inkompetenz zu überdecken. Ich schlage daher einen Führerscheinentzug für unfähige Politiker und Steuerverschwender vor. Zudem sollte goldgrabenden Müttern, die Vätern aufgrund persönlicher Differenzen das Umgangsrecht für die Kinder verweigern, ebenfalls der Führerschein entzogen werden. Zuletzt bleibt noch die Frage offen, was dann mit mutmaßlichen Unterhaltsverweigerern passiert, die sich überhaupt nicht im Besitz eines Führerscheins befinden. Es wäre durchaus denkbar, diesen im Sinne der Gleichberechtigung die Beine zu brechen, um auch ihnen einen maximalen Mehrwert an Schaden zufügen zu können.

Führerscheinentzug für Unterhaltsverweigerer

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