Happy Halloween

Halloween

Für uns Deutsche ist es der Reformationstag, für die Amerikaner ist es Halloween. Doch seit etwa zwei Jahrzehnten breitet sich der amerikanische Brauch auch bei uns aus. Zwischenzeitlich ziehen an Halloween Horden von verkleideten Kindern durch die nächtlichen Straßen, um arglosen Bürgern ihren Frieden zu rauben und die Herausgabe von Süßigkeiten zu erpressen. Mittels der Drohung „Süßes oder Saures“ wird der Türöffnende vor die Wahl gestellt: Entweder, er lässt ein paar Gummibärchen springen oder ihm wird ein Übel widerfahren. Genau genommen wäre damit bereits der Straftatbestand der Erpressung erfüllt. Natürlich nehmen wir es nicht so genau, schließlich sind es Kinder, von denen die Kleineren oft noch ihre Mütter im Schlepptau haben. Im Grunde also eine wenig bedrohliche Erscheinung.

Halloween
Wenn die Mutti so aussieht, dann sollte man sie allerdings direkt auf einen Kaffee einladen und die Kinder zum Spielen schicken.

Nervig ist es trotzdem, wenn man diesen invasiven Brauch in all seiner Impertinenz aufgezwungen bekommt. Ich persönlich habe keinen Bock auf Halloween, genauso wenig wie auf McDonalds, Apple und den ganzen anderen Schrott, der in der Vergangenheit über den Großen Teich zu uns herüberschwappte. Aufgrund der drohenden Gefahr von Eiern an der Hauswand, mit Klopapier umwickelten Autos oder Konfetti im Briefkasten, sei dem Halloween-Geplagten zu empfehlen, einige Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Eine der effektivsten Methoden ist hierbei, seinerseits den Spieß umzudrehen und ebenfalls in Verkleidung die Tür zu öffnen. Ein Kind, welches plötzlich unverhofft dem berühmten Gruselclown Pennywise gegenüber steht, wird garantiert die Flucht ergreifen und für den Rest seines Lebens von der Halloween-Krankheit therapiert sein.

Halloween
Wer so seine Haustür öffnet, vertreibt garantiert jeden ungebetenen Gast. (Bildquelle: Warner Bros. television)

Sind Verkleidung und Auftreten nur authentisch genug, so wird es sogar ausreichen, auch die begleitenden Mütter mit in die Flucht zu schlagen und dem infantilen Raubzug somit ein Ende zu setzen. Wer keine Lust hat, sich zu verkleiden, der sollte sich für diesen Abend einen zähnefletschenden Bullterrier ausleihen. Die Nachbildung eines hübsch drapierten und mit Kunstblut angerichteten abgefetzten Kinderarmes im Maul des Tieres, verleihen dem Ganzen eine besondere Note. Nicht nur die Kleinen sollen schließlich auf ihre Kosten kommen, sondern auch der eigene Spaß sollte nicht zu kurz kommen. Sollten die aufgeführten Methoden nicht die erwünschte Wirkung erzielen, so hilft es nur noch, die Halloween-Geister mit der Schenkung von Lakritze oder verdorbenem Obst abzustrafen. Von Geldgeschenken sei allerdings dringend abzuraten, da man sonst Gefahr läuft, die Mütter der Kinder nicht mehr loszuwerden. In diesem Sinne: Happy Halloween!

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