Die Nazifizierung der Diesel-Verarsche

Verarsche

Ring frei für die nächste Runde der ganz großen Diesel-Verarsche! Zwischenzeitlich verhängen Richter in einer Großstadt nach der anderen die obskuren Fahrverbote für Diesel-Pkw. Nach Hamburg folgen also weitere deutsche Metropolen dem Beispiel des Irrsinns, wie jüngst Stuttgart, Köln und Mainz. Und das, obwohl die angesetzten Grenzwerte sowie die angewandten Messverfahren, gelinde gesagt, als zweifelhaft zu bewerten sind. Die zugrunde liegenden Grenzwerte für Emissionen sind schlicht ein Witz und ebenfalls als Verarsche in Reinstform einzustufen. So liegt der Grenzwert für Feinstaub in den Städten bei 40µg/m³, während am Büroarbeitsplatz bis zu 60µg/m³ zulässig sind. In Produktionsumgebungen werden sogar überaus bedenkliche 950µg/m³ nicht als Problem angesehen. Eine Zigarette dagegen kann mal eben locker bis zu 10000µg/m³ freisetzen. Haben wir deshalb Rauchverbote in den Großstädten? Nein, natürlich nicht.

Nur der Diesel ist böse und dient als ultimativer Sündenbock. Über Jahre hinweg hat man geschlafen und scheint nun zwanghaft darum bemüht, dem dummen Volk zu zeigen, etwas für Umwelt und gute Luft zu tun. Dass alleine das Verschieben einer Messstelle um wenige Meter die Messergebnisse bereits maßgeblich beeinflusst, dem wird in der Welt der absurden Idiotie von Deutscher Umwelthilfe und ihren Steigbügelhaltern keinerlei Bedeutung zuteil. Ebenso die Tatsache, dass ein großer Teil des Feinstaubs durch Brems- und Reifenabrieb und nicht durch Abgase entsteht, wird lapidar unter den Teppich gekehrt. Und dann blieben da noch die schweren Schiffsdiesel in den Hafenstädten, Massen an Flugzeugen am Himmel und Kamine, die die Verbrennungsrückstände von Öl-, Gas-, und Holzöfen fröhlich und ungefiltert in die Luft blasen. Dafür haftbar gemacht werden soll alleine der Diesel-Fahrer.

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Solange die Abgase aus Fabrikschloten und Kaminen strömen, scheinen sie kein Problem darzustellen.

Die Zeche für eklatantes Politikversagen und wissentliche Versäumnisse der deutschen Automobil-Industrie zahlt also der kleine Mann, der sich meist im Ansinnen Kosten zu sparen, ein verbrauchsarmes Fahrzeug angeschafft hat. Paradoxer könnte es kaum sein. Auch wenn ich mich generell für nachhaltige Alternativen zum motorisierten Individualverkehr ausspreche, sind die aktuell umgesetzten Diesel-Fahrverbote für mich nichts anderes, als kalte Enteignung. Fahrzeuge, die über eine deutsche Straßenzulassung verfügen, werden per Verbot unbrauchbar gemacht. Weil sie angeblich so umweltschädlich sind – obwohl sie es gar nicht sind. Zumindest nicht umweltschädlicher als andere. Das ist nicht nur extrem kurzsichtig und dumm, sondern auch ungerecht.

Verarsche pur: Saubere E-Mobilität als propagierte Alternative

Wer nun glaubt, mit der Anschaffung eines Elektrofahrzeugs auf der sicheren Seite zu sein und etwas Positives für die Ökobilanz beizutragen, den muss ich leider enttäuschen. Ein Elektro-Auto produziert zwar auf den ersten Blick keine Abgase, dennoch ist alleine seine Herstellung um ein Vielfaches umweltbelastender, als beispielsweise die Produktion eines Diesel-Pkws. Von der begrenzten Lebensdauer der Batterien, die dann mit Strom aus maroden tschechischen Kernkraftwerken oder aus heimischen Braunkohle-Kraftwerken aufgeladen werden und der anschließenden Entsorgung will ich gar nicht erst sprechen.

Um die Produktion der ach so umweltfreundlichen Elektrofahrzeuge voranzutreiben, ist die deutsche Automobil-Industrie bereits fleißig dabei, andernorts in einer beispiellosen Skrupellosigkeit die Gesundheit von Menschen zu opfern und ganze Ökosysteme zu vernichten. Auch die Ausbeutung von Menschenmaterial und Rohstoffen in Afrika und Südamerika ist ein Kalkül als Teil der ganz großen Verarsche. Interessiert nur keinen, ist ja weit weg. So wird in der chilenischen Atacama-Wüste das Grundwasser zur Gewinnung von Lithium abgepumpt und in der Folge die Umwelt ausgetrocknet sowie wertvolles Ackerland der indigenen Bevölkerung dauerhaft vernichtet. Im Kongo arbeiten junge Männer ohne jegliche Schutzausrüstung in selbstgegrabenen Kobalt-Minen und setzen sich tagtäglich dem hochgiftigen Staub aus.

Von den verheerenden Folgen für Landschaft und Natur ganz zu schweigen. Die Autohersteller äußern sich selbsterklärend nicht zu diesen Missständen oder lassen dem kritischen Fragesteller nichts als ihre dummdreisten Ausflüchte und Lügen zuteilwerden. Die Verantwortung hingegen wird bedenkenlos auf die Zulieferer abgewälzt.

Die neue Dimension von gleich und gleicher

Ein paar Neger, die elendig an Lungenkrebs verrecken, noch bevor sie das vierzigste Lebensjahr erreicht haben, nimmt man also gerne billigend in Kauf, solange der Rubel rollt. Hauptsache in Hamburg wird der Feinstaub-Grenzwert von 40µg/m³ keinesfalls überschritten. Die ganze Diesel-Verarsche ist also nicht nur wahnwitzig und ungerecht, sondern auch noch zutiefst menschenverachtend. Gewinner und Nutznießer dieses schändlichen Treibens ist die deutsche Automobil-Industrie, die nun endlich ihren unausgegorenen E-Mobility-Schrott gewinnbringend an die Kundschaft verhökern kann. Und da sie in Deutschland als treibender Wirtschaftsmotor gilt, kann man guten Gewissens konstatieren, dass dieser Wohlstand hauptsächlich auf Ausbeutung beruht und dass das Blut, die Asche und die Gebeine der Armen das Fundament bilden. Solange von denen keiner zu uns kommt und seinen gerechten Teil vom Kuchen einfordert, ist alles in Butter.

Dieses Beispiel verdeutlicht, womit wir es hier zu tun haben: ein verbrecherisches Konglomerat, welches sich als von der Politik beschützter Parasit mittels systematischem Abgas-Betrug vom kleinen Mann finanzieren lässt, während es in andern Teilen der Erde Tod und Verderben im Gegenzug für einen Hungerlohn fördert. Die Gier kennt keine Grenzen in dieser verderbten Welt.

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Ihr Leben zählt weniger, als das eines Fußgängers in Hamburg. Zumindest, wenn es nach Deutscher Umwelthilfe und den urteilenden Gerichten geht.

Wer sich ein Elektro-Auto anschafft, der unterstützt diesen Wahnsinn, ob er es nun wahrhaben will, oder nicht. E-Mobilität im 21. Jahrhundert ist bislang weder sauber noch nachhaltig. Die verantwortlichen Entscheidungsträger der Automobilkonzerne, die sich im Nadelstreifenanzug und mit Rolex am Handgelenk ihre überbezahlten Ärsche in den Glaspalästen plattsitzen, kann man getrost als die mitunter größten Verbrecher unserer Zeit bezeichnen. Aber sie sind keinesfalls Einzeltäter mit ihren kriminellen Machenschaften. Da Deutsche Umwelthilfe, Politik und Richter so besorgt um unsere Gesundheit sind und die Grenzwerte auf aberwitzige Weise zwingend eingehalten müssen, zeigen sie, wie gleichgültig ihnen im Gegenzug kongolesische Arbeiter sind, die ihre Leben für unsere saubere Luft opfern. In der Schlussfolgerung werden Leben und Gesundheit eines deutschen Fußgängers also wesentlich schwerer gewichtet, als die eines afrikanischen Minenarbeiters.

Somit zeigt die große Diesel-Verarsche zu guter Letzt auch noch Gemeinsamkeiten mit einer gewissenlosen und zutiefst xenophoben Ideologie aus dunklen Kapiteln deutscher Geschichte. Kurzum: Wer den Diesel verbieten will und zugleich die Elektromobilität als Heilsbringer befürwortet, sollte einmal darüber nachdenken, ob er nicht mindestens an einer ausgeprägten Form von Nazifizierung leidet. Des Problems der angeblichen Luftverschmutzung in deutschen Großstädten entledigt man sich auf bequeme Weise, in dem man es kurzerhand in andere Kontinente verlagert. Die Autoindustrie hingegen reibt sich die Hände und fantasiert bereits für das kommende Jahrzehnt von einer hohen Absatzsteigerung im Bereich der Elektrofahrzeuge.

Für seinen zehn Jahre alten und noch immer einwandfrei funktionierenden Euro-6-Diesel-Pkw bekommt der geprellte Kunde bis dahin sicher eine großzügige Abwrackprämie. Auf eine angemessene Entschädigung kann das Betrugsopfer, zumindest in Deutschland, vergeblich hoffen.

Die Ursachen müssen beleuchtet werden

Mit Fahrverboten einzelner Fahrzeugtypen löst man keine Probleme. Ich will hier keinesfalls den Verbrennungsmotor glorifizieren, denn auch die Rohölförderung geht mit ganz ähnlichen Problemen einher. Einen Wahnsinn durch einen anderen zu ersetzen behebt jedoch nicht die Ursache, sondern verschlimmert sie bestenfalls.

Massen an Menschen, die mit ihren Dickschiffen, in denen jeweils nur eine Person sitzt, aus purer Bequemlichkeit die Straßen verstopfen, sind das eigentliche Problem. Und es werden immer mehr. Jeder noch so unnötige Meter wird mit dem Auto gefahren und selbst am Ziel angelangt, würde man am liebsten direkt im Büro oder Geschäft parken. Ob sie nun in Diesel-, Benzin-, Hybrid- oder Elektrofahrzeugen sitzen, spielt keine Rolle. Die Förderung von Fahrgemeinschaften, des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs, Car-Sharing, sowie der Ausbau von Radwegen in den Städten wären ein nachhaltiger Lösungsansatz. Die Akzeptanz schwindender Absatzzahlen der Autoindustrie, eine Abkehr vom ewigen Wachstumswahn und eine schrittweise Überführung in umweltverträglichere Geschäftsideen, wären ein durchaus gangbarer Weg. Das würde allerdings auch ein Umdenken und eine bewusstere Lebensweise des Einzelnen erfordern. So wird klar, dass im Großen nicht funktionieren kann, was bereits im Kleinen scheitert.

Quellen und Links zum Thema:

Analyse einer Bankrotterklärung – Interessanter und fachlich versierter Artikel, wobei die Auto-Industrie hier meiner Meinung nach viel zu gut wegkommt und teilweise das Narrativ des armen und geschädigten Wirtschaftsmotors bemüht wird.

Der wahre Preis der Elektroautos – ZDF Doku über die verbrecherische Rohstoff-Ausbeutung in Chile und im Kongo.

Die Nazifizierung der Diesel-Verarsche

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