Rabotnik kommentiert

Rabotnik [работник]; Arbeiter, Arbeitskraft, Mitarbeiter, moderner Sklave

Добро пожаловать! – Welcome! – Benvenuto! – Üdvözlöm! – Bienvenido! – Ласкаво просимо! – Bienvenue! – Vítám tě! – Tervetuloa! – Bem-vindo! – Καλώς ήρθατε! – Hartelijk welkom!

Willkommen auf dem Schlachtfeld des unverblümten Wortes. Dieses wird hauptsächlich von mir genutzt, um mich über die, in meinem Mikrokosmos vorherrschenden Missstände zu beklagen. Und weil es so schön ist, sich den Frust von der Seele zu schreiben, lasse ich gleich die ganze Welt daran teilhaben. Dafür muss ich noch nicht einmal besonderen Einfallsreichtum an den Tag legen. Das Leben liefert mir täglich neuen Stoff.

Manche Dinge müssen einfach mal auf den Punkt gebracht werden. Das Universum gab mir nicht nur eine böse Zunge, sondern auch zwei böse Hände. Und eine herkömmliche Computertastatur lässt sich durchaus als brauchbare Waffe einsetzen. Die, in der Finsternis der Umnachtung blauschimmernde Klinge des Schwertes der Geknechteten, kann jeden treffen. Also seien Sie nicht verwundert lieber Besucher, falls infolge eines Kollateralschadens Ihr Blut von der glänzend polierten Ablaufrinne tropfen sollte.

Vielleicht wird sich jetzt der eine oder andere die Frage stellen: Was will dieser Rabotnik eigentlich von mir? Guten Gewissens kann ich versichern: Er will gar nichts. Im besten Falle WIRD er aber Folgendes: Wachrütteln, amüsieren, aufklären, zum Nachdenken anregen.

In Deutschland wird es keine Revolution geben, weil man dazu den Rasen betreten müsste.

Josef Stalin

Die Legende von Rabotnik

Er kam, und sah das Elend. Doch anstatt sich an ihrem Leid zu ergötzen, zerschlug er ihre Ketten und führte sie aus der Dunkelheit.

Wem kraft Geburt das Gefühl fremd ist, in Ketten zu liegen, dem steht es nicht zu, über den Sklaven zu urteilen.

Rabotnik

Rabotnik

Artikel 1, Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Somit erlaube ich mir, folgende Fragen zu stellen:

Wie viel Würde wird einem Individuum zuteil, das nicht die uneingeschränkte Kontrolle über die freie Verfügung seiner Lebenszeit besitzt?
Was ist aus dem Menschen geworden, dessen Spezies einst als Jäger und Sammler ihren Lebensunterhalt bestritt?
Ist es nicht paradox, dass ein Staat auf der einen Seite die Würde achten und schützen will, auf der anderen Seite jedoch seine Existenz auf ein menschenverachtendes Wirtschaftsmodell stützt, welches überwiegend auf Ausbeutung und gestohlener Lebenszeit beruht?