Die AfD und der Judenhass

Judenhass

Nach jahrzehntelanger Unterdrückung deutschen Kulturguts durch mahnende Zentralräte und andere Sittenwächter, wird in jüngster Zeit der Judenhass endlich wieder gesellschaftsfähig. Es darf nun wieder unverhohlen gehetzt werden, da der Grad an gesellschaftlicher Ächtung für derartiges Verhalten langsam stetig in den Abgrund zu stürzen scheint. Auch die drohenden rechtlichen Konsequenzen scheinen marginal. Gut, dass es eine Partei namens AfD gibt, die sich des Problems annimmt und sogleich einen Schuldigen ausgemacht hat. Besser gesagt, eine Schuldige. Die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel steht mal wieder im Fadenkreuz der Volkshelden deutscher Rechtschaffenheit. Sie sei schuld an dem unsäglichen Dilemma, da sie ja die ganzen antisemitischen Muslime ins Land eingeladen habe.

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?

Paradoxer könnte die Begründung kaum sein. Bei genauerer Betrachtung offenbart sich die gesamte, von Widersprüchlichkeit durchtränkte Tragweite braunen Gedankenguts. Denn vor nicht allzu langer Zeit waren es AfD-Politiker wie Wolfgang Gedeon, Björn Höcke oder Gottfried Klasen, die mit antisemitischen Thesen um sich warfen und zugleich noch in hemmungsloser Weise gegen den Islam hetzten. So schien der Feind des Feindes zum Feind zu prosperieren. Doch nun positioniert man sich plötzlich öffentlichkeitswirksam auf der Seite des jüdischen Feindes, um der islamophoben Hetzkampagne mehr Gewicht zu verleihen. Augenscheinlich versucht die AfD wieder einmal, sich ins rechte Licht zu rücken. Wenn man aber versucht, den AfD-Karren aus dem rechtsversifften Sumpf zu schieben, kommt man nicht umhin, sich mit brauner Brühe zu besudeln.

Die AfD instrumentalisiert den grassiernden Judenhass für ihre Zwecke

Ganz nebenher nimmt man noch dankbar die Diskreditierung des obersten Feindbildes mit. Auf einer höchst fadenscheinigen Grundlage Hass zu schüren, scheint eine Spezialität dieser Partei zu sein. Anstatt zu ihrem rechten Kern zu stehen, instrumentalisiert die AfD den Judenhass in heuchlerischer Manier für ihre Zwecke und ergeht sich somit in unglaubwürdiger Peinlichkeit. Gemäß der, von anderen Parteien bereits bekannten perfiden Doppelmoral wird vordergründig populistisch schwadroniert, während hintenrum der kleine Mann zum Schafott geführt wird. Der stets larmoyante Vertreter des ewig benachteiligten deutschen Jammervolks avanciert plötzlich zum großen Freund des Judentums. Der vielversprechendste Anwärter, der sich neben der CSU um eine würdige Nachfolge der NSDAP bemüht, beabsichtigt mit den jüdischen Opfern händchenhaltend durch die Republik zu streifen. Im gemeinsamen Kampf gegen den bösen Islam. Wers glaubt, wird selig.

Judenhass in Deutschland

View Results

Loading ... Loading ...