Quo vadis Rabotnik?

Rabotnik

Das erste Quartal von rabotnik.de neigt sich dem Ende und da darf man sich die Frage Wohin gehst du? schon einmal stellen. Die Lust am Schreiben habe ich zumindest noch nicht verloren, das kann ich soweit schon mal konstatieren. Mit einer kleinen Idee fing alles an, aber was hat sich seitdem bewegt? Mehr als 50 Beiträge wurden veröffentlicht, ungefähr 20 % der Inhalte habe ich ins Englische übersetzt, um sie einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Weitere Sprachen sind angedacht. Es wurde unterhaltsam, satirisch, polemisch und vor allem auch politisch. Die Leserschaft wuchs, national wie international. Mein kontroverses Projekt gewann etliche neue Fans und wie bei jeder guten Erfolgsstory dürfen natürlich auch die Hater nicht fehlen.

Zwischenbilanz
Zwischenbilanz nach dem ersten Monat

So musste ich mir unter anderem den Vorwurf gefallen lassen, nur oberflächliches und faktenfreies Geschimpfe von mir zu geben. Das macht allerdings gar nichts, denn das Konzept hinter Rabotnik zu verstehen, ist eben nicht jedermann gegeben. Tiefsinnige und alternative Fakten gibt es im Internet bereits zuhauf und auf die Dauer ist das doch ziemlich ermüdend. Aber auch meine angeblich frauenverachtenden Texte und der latente Sexismus wurden kritisiert. Da jedoch anti-femininer Sexismus die generelle Diskriminierung des weiblichen Geschlechts als grundlegendes Merkmal voraussetzt, kann dem ganz klar widersprochen werden. In meinen Beiträgen werden nur Frauen diskriminiert, die einfach scheiße sind. Wer nun dazu gehören möchte und wer nicht, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Weiter wurde mir unterstellt, ein linksversiffter Gutmensch zu sein. Aus welcher Ecke dieser Vorwurf kommt, kann sich nun jeder selbst denken. Aus meiner Sicht hingegen verstehe ich mich als Vertreter der extremen Mitte. Deshalb fand wohl auch Die PARTEI gefallen an meinem Geschreibe und teilte dieses infolgedessen fleißig in den sozialen Medien. Da jedoch schlechte PR gemeinhin die beste Werbung ist, kann ich für meinen skandalösen Blog gar nicht genug Hater bekommen. So fühlten sich einige Leute durch meinen Beitrag Die blutige Pirsch gekränkt und in der Folge wurde dieser sogar in einem Diskussionsforum verlinkt. Innerhalb von kürzester Zeit avancierte das bis dato kaum beachtete Pamphlet zu einem der meistgelesenen Beiträge auf rabotnik.de.

Da ich gerne verbal auf alles Mögliche einprügele, ließ der Beschwerdeführer im Dunkel, warum ich hierbei ausgerechnet die Zunft der Jäger verschonen sollte. Frei nach Serdar Somuncu, hat schließlich jede Minderheit ein Recht auf Diskriminierung.

Unangefochten führt jedoch die bereits jetzt schon legendäre Odessa-Story die Liste als beliebteste Beitragsserie an. Gefolgt von Der Hägglund-Todesmarsch und Die große Verschwendung, welche ebenfalls große Beachtung fanden. Natürlich schätze ich dies als eine wertvolle Bestätigung meines Tuns. Manchmal trifft man eben den Geschmack der breiteren Masse, manchmal nicht. Ein echter Rabotnik ist jedoch im Zweifel bevorzugt unbequem, als konform. Lieber hart und unbeugsam, als ein erbärmliches, im Winde flatterndes Fähnchen, wie beispielsweise der durchschnittliche CSU-Politiker eines ist. Oder ein braune Gülle verbreitender AfD-Vorsitzender, der im Nachgang wieder zurückrudern muss und sich falsch verstanden fühlt.

Rabotnik

In der Rangliste der Herkunftsländer von Rabotnik-Lesern steht an erster Stelle natürlich Deutschland, gefolgt von Österreich. Auf Platz drei liegt inzwischen die Ukraine, gefolgt von der Schweiz und dem Vereinigten Königreich. Unter den Lesern finden sich weiterhin beinahe täglich neue berühmte Persönlichkeiten, die rabotnik.de als unverzichtbare Informationsquelle nutzen.

Insgesamt kann ich mit der Bilanz mehr als zufrieden sein. Deshalb möchte ich meinen treuen Lesern und Hatern an dieser Stelle von Herzen danken.

Zwischenbilanz der ersten 90 Tage

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