Internationaler Männertag

Männertag

Heute ist nicht nur der 19. November, sondern auch noch Internationaler Männertag. Wäre ich nicht zufällig darüber gestolpert, wüsste ich es gar nicht. Das mag darin begründet liegen, dass im Gegensatz zum Internationalen Frauentag, der mit großem Geschrei, dramatischen Femen-Aktionen, Demonstrationen, politischen Reden und ausgiebiger Würdigung durch die Presse einhergeht, kein großes Aufheben darum gemacht wird. Das liegt wiederum daran, dass Männer im Vergleich zu Frauen nun mal bescheiden sind und sich nicht permanent, nach Aufmerksamkeit lechzend, in die Öffentlichkeit drängen müssen. Platte Kampagnen à la #MeeToo zeugen von solch inszeniertem Theater in großem Stil. Männer hingegen feiern sich gerne im kleinen Kreis bei einem gemütlichen Bier und können sich einen ganzen Abend lang prächtig unterhalten, ohne ein Wort zu sagen.

Die methodischen Demütigungen durch Frauen und die darauffolgende juristische Benachteiligung von Familienvätern werden oft schweigend, bis hin zum plötzlichen und unerklärlichen Suizid ertragen. Eine Frau kann das selbsterklärend nicht, hat sie doch ein ständiges Mitteilungsbedürfnis zu befriedigen. Alles in allem ist der Internationale Männertag ein Tag, von dem sich kein Mann etwas kaufen kann. Genauso wenig, wie ich mir etwas davon kaufen kann, dass ich mich als ehemaliger Zeitsoldat nun Veteran nennen darf. Ursula von der Leyen persönlich hat sich dafür starkgemacht. Was für eine starke Frau, davon kann jeder Mann nur träumen. Nein, dieser Tag ist wirklich nichts wert. Nicht einmal frei hat man(n). Der systematischen Unterdrückung des Mannes, insbesondere in Deutschland, wird kaum eine Gewichtung beigemessen. Weil der Mann bei uns so einen hohen Stellenwert genießt, wird der Internationale Männertag hierzulande erst gar nicht begangen – im Gegensatz zu seinem Pendant.

In einem Land, in dem man männerhassende Emanzen wie Alice Schwarzer aus Gründen der Political Correctness bei jeder Möglichkeit hofiert und tapfere Männeraktivisten wie Detlef Bräunig verächtlich mit Füßen tritt, vermag das auch niemanden zu verwundern. Natürlich ist dieser Vergleich unfair, da Unterhaltsprellen ein wesentlich schwerwiegenderes Verbrechen darstellt, als Steuerhinterziehung. Auf den Internationalen Männertag kann man also getrost pfeifen. Er ist nichts als ein Trugbild, eine Fata Morgana in einer männerfeindlichen Emanzenwüste, in welcher es der Gesellschaft an Achtung für das schwache Geschlecht fehlt. Das schwache Geschlecht können nur Männer sein, denn Frauen sind dafür bekanntlich viel zu stark. Deshalb muss dies auch ständig und bei jeder sich bietenden Gelegenheit erwähnt und breitgetreten werden. Wenn ein Mann etwas tut, dann wird es als Selbstverständlichkeit hingenommen, wenn eine Frau das Gleiche tut, dann ist es eine besondere Leistung und die Frau konnte diese nur meistern, weil sie so stark und mutig ist.

Somit erübrigt sich die Frage, wie viel Redlichkeit man den Themen Gleichberechtigung und Emanzipation in Deutschland beimessen kann. Die Männer brauchen keinen Internationalen Männertag. Eine angemessene Würdigung erbrachter Leistungen und eine Gleichstellung vor dem Gesetzgeber, vor allem im Bereich des Familienrechts, würden bereits ausreichen. Bis dahin bleibt dem Mann nur der stumme Widerstand durch Verweigerung und die Schöpfung neuer Lebensmodelle, wie beispielsweise MGTOW. In diesem Sinne wünsche ich allen einen tollen Internationalen Männertag!

Internationaler Männertag

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